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30.06.26

Technologiepark Lavanttal

Wettbewerb 1. Platz /// Gemeinsam mit Stoiser Wallmüller Architekten ZT GmbH und Studio LandForm haben wir den EU-weit, offenen, einstufigen Realisierungswettbewerb für den Technologiepark Lavanttal (TPL) gewonnen.

Der Technologiepark Lavanttal liegt an der neuen Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt. Als Wissens- und Innovationsstandort wird er zu einem wichtigen Impulsgeber für die entstehende Wirtschaftsregion AREA SÜD.

Der 9 Hektar große Campus wird in den kommenden 30 Jahren von den umliegenden Gemeinden gemeinsam mit dem Land Kärnten entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und die Forschung an innovativen Materialien.

Unser Entwurf schafft von Beginn an eine produktive Landschaft und vermeidet so den unfertigen Charakter konventioneller, abschnittsweise realisierter Quartiersentwicklungen. Ein vielfältiges Ökosystem aus Bäumen und Pflanzenarten verwandelt das Areal in eine lebendige Ressourcenbibliothek, die zukünftige Forschungsaktivitäten vor Ort informiert und gleichzeitig einen attraktiven und resilienten Landschaftsraum entstehen lässt. Mit dem Wachstum des Campus werden einzelne Bäume schrittweise durch neue Gebäude ersetzt, sodass jede Entwicklungsphase in eine bereits gewachsene Landschaft eingebettet ist.

Sieben Entwicklungsbänder schaffen ein klares räumliches Gerüst, das unterschiedlichste Nutzungen, Gebäudetypologien und zukünftige Anforderungen aufnehmen kann. Eine Abfolge öffentlicher Plätze verbindet den Bahnhof im Norden mit der Bushaltestelle im Süden und bildet eine lebendige öffentliche Achse durch den gesamten Campus.

Das architektonische Konzept kombiniert zwei- bis dreigeschossige Sockelbauten mit darüberliegenden schlanken Bürotürmen. Ein vorgelagertes Gerüst erweitert die Gebäudehülle und integriert Photovoltaikmodule, Kletterpflanzen sowie passive Verschattungselemente in die Fassade. Gleichzeitig verleiht es dem Campus eine eigenständige architektonische Identität.

Die Gebäude sind im Inneren als Holzskelettbauten konzipiert und ermöglichen flexible Grundrisse, die sich an veränderte Nutzungsanforderungen anpassen lassen. Modulare und demontierbare Bauelemente machen die Architektur zu einem Materiallager auf Zeit und ermöglichen den späteren Rückbau sowie die Wiederverwendung und Neuassemblierung der eingesetzten Komponenten im Sinne des zirkulären Bauens.

Der Technology Park Lavanttal versteht sich nicht nur als Ort für Forschung und Innovation, sondern als Reallabor für regenerative Stadtentwicklung und zirkuläres Bauen.

Wir danken der Ausloberin und der Wettbewerbsjury für ihr Vertrauen und freuen uns darauf, diese Vision Realität werden zu sehen.

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